Verband Österreichischer Höhlenforscher - Austrian Speleological Association


Herzlich willkommen beim
Verband Österreichischer Höhlenforscher!

Der VÖH ist mit knapp 2500 Mitgliedern von 25 Vereinen und 30 Schauhöhlen die Koordinationsstelle der Höhlenforschung in Österreich. Mehr über den Verband.

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Sabine Zimmerebner 2014Nachruf auf Sabine Zimmerebner

Der Verband Österreichischer Höhlenforscher trauert um den Tod einer seiner aktivsten Höhlenforscherinnen, Sabine Zimmerebner.

Die in Salzburg tätige Kindergärtnerin stieß vor 7 Jahren zum Landesverein für Höhlenkunde in Salzburg und erwarb sich bald umfangreiche Kenntnisse im Bereich der Höhlenkunde und nationale Bekanntheit als ausgezeichnete Schachtgeherin. Ihre Fähigkeiten stellte sie bei zahlreichen schwierigen Forschungsexpeditionen am Untersberg eindrucksvoll unter Beweis, u.a. während einer zehntägigen Tour in das Gamslöcher- Kolowrat-Höhlensystem Anfang 2014.

Beim Höhlenunfall im Riesending-Schacht im Juni desselben Jahres war sie unter den Ersten, die zur Rettung des Verunfallten in Höhle einstiegen, und eine der Letzten, die gemeinsam mit dem Patienten wieder die Höhle verließen. Durch ihre stets positiv gestimmte Art inspirierte sie ihre Retterkollegen und verstand es, dem Patienten durch persönlichen Zuspruch und Zuversicht genügend Kraft für die 9-tägige Bergungsaktion zu geben. Für ihren selbstlosen Einsatz wurde Sabine Zimmerebner vielfach ausgezeichnet und von der internationalen Presse – u.a. durch Artikel in der "New York Times" und dem "Sydney Morning Herald" – gefeiert. 2014 wurde sie für ihr soziales Engagement in der Wiener Hofburg mit dem "TARA-Award" ausgezeichnet.

Am 7. Juli 2015 – kaum ein Jahr nach der erfolgreichen Bergung im Riesending-Schacht – wurde ihr nun ein während einer Forschungstour sich unerwartet ereigneter Steinschlag selbst zum Verhängnis. Der Unfall passierte in rund 60-70 m Tiefe in einem noch namenlosen Schacht (Arbeitsnr. J121) nahe der Schwaigmühl-Alm am Untersberg. Trotz der durch ihre drei Begleiter rasch durchgeführten Alarmierung und der Versorgung durch zwei Notärzte kam für die Verunfallte jede Hilfe zu spät. Bei dem unverzüglich in die Wege geleiteten Rettungseinsatz, bei dem sich u.a. über 30 Höhlenforscher und -retter beteiligten, konnte die Verunglückte gegen 21 Uhr nur mehr tot geborgen werden.

Sabine Zimmerebner hinterlässt eine 16-jährige Tochter.

Sie wird uns allen unvergessen bleiben,
Verband Österreichischer Höhlenforscher

"Quod sumus, hoc eritis. Fuimos quandoque, quod estis."
Was wir sind, werdet ihr sein. Was ihr seid, waren wir einst.

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Eisbildungen im Geldloch (1816/6)


© Thomas Exel

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