Aktion Saubere Höhlen

Logo Saubere Hoehlen Die Aktion "Saubere Höhlen" und die internationale Initiative "clean up the dark" – ein starkes Signal für den Höhlenschutz!

Seit vielen Jahrzehnten engagieren sich viele Freiwillige, um unsere Höhlen sauber zu halten. Von kleinen Höhlen angefangen, die in jährlichen Putzaktionen vom Müll der Höhlentouristen, Wanderer, Kletterer, usf. befreit werden, bis hin zu Reinigungstouren in große Höhlensysteme, die dazu dienen, die eigenen Forschungsutensilien oder jene unserer Vorgänger adäquat zu entsorgen. Denn: Höhlen sind äußerst sensible Ökosysteme (u.a. für einzigartige endemische Arten), die geschützt werden müssen. Und sie sind von größter Bedeutung für uns Menschen, denn durch sie fließt das Wasser so mancher Trinkwasserquelle.

Clean up the dark - Aufräumen ohne Grenzen

Göllerhöhle 1841/1 Clean up the dark ist eine internationale Initiative des Karst- und Höhlenschutzes, der sich der VÖH angeschlossen hat. Ausgehend von einer Idee, die ihre Ursprünge in Kroatien hat, haben europäische Höhlenforscher gemeinsam mit der Europäischen Karst- und Höhlenschutz Kommission (ECPC: European Cave Protection Commission) diese Initiative ins Leben gerufen, um auf den Karst- und Höhlenschutz und auf die Bedeutung von unkontaminierten Karstlandschaften und Höhlen aufmerksam zu machen.

Flaschenloch 1841/108 Ziel ist es, im ersten Schritt den Status der Verschmutzung unterirdischer Karstlandschaften zu erheben. Wie viele verschmutzte Höhlen gibt es in Europa? Was wird dagegen getan? Dazu wurde eine Datenbank erstellt, die den aktuellen Status einer betroffenen Höhle widergibt. Rot sind jene Höhlen markiert, die "polluted", d.h. verschmutzt sind, und in blau jene mit dem Status "cleaned" bzw. gesäubert. Auf cleanupthedark.org findet man aktuell einige blaue Punkte in Italien und sehr viele rote und einige blaue in Kroatien und Slowenien, aber noch keine Einträge in Österreich. Das Projekt zielt darauf ab, weitere Standorte in Europa aufzunehmen und insbesondere rote Punkte durch ein Meer aus blauen Punkten zu ersetzen. Und Österreich soll kein weißer Fleck auf dieser Karte bleiben!

Handschuhe überziehen, Eimer in die Hand und auf gehts!

Um diese Initiative hier in Österreich wirkungsvoll umsetzen zu können sind wir auf eure Unterstützung angewiesen. Alle, die mitmachen wollen, können sich gerne bei Katharina Bürger melden: fledermaus@cave.at

Es winkt eine Belohnung!

Flaschenloch 1851/108 Der VÖH-Vorstand hat beschlossen diese Initiative mit insgesamt € 1500 zu unterstützen. Die ersten 10 Aktionen, die uns gemeldet werden, werden mit je € 150 belohnt. Voraussetzung ist lediglich, dass ihr Katharina Bürger 2-3 Fotos sowie einen Kurzbericht im Umfang von etwa einer halben Seite zukommen lässt. Dieser soll die folgenden Informationen enthalten: Höhlenname, Katasternummer, Kurzbeschreibung der Aktion, Anzahl und Namen der Teilnehmenden, sowie eine Kontoverbindung.

Fotos: 1. Göllerhöhle 1841/1 (Katharina Bürger), 2. und 3: Flaschenloch 1854/108 (Thomas Exel).


Verband Österreichischer Höhlenforscher, Obere Donaustraße 97 / 1 / 61, A-1020 Wien



Die Bergspalte auf -400 m im Fledermausschacht (1762/1)


© Lukas Plan

Würdest du gerne eins oder mehrere deiner Höhlenfotos hier zeigen? Dann schick sie mit einer kurzen Beschreibung (Szene, Höhle, Katasternummer und Bildautor) an: schulung@hoehle.org

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